Kirchen, Ärztekammern, Staat: Stirb langsam oder brutal!

Gemeinsam zwingen § 216 StGB (Verbot der Tötung auf Verlangen selbst in schwersten Fällen), ärztliches Standesrecht (§ 16, außer in Bayern und Baden-Württemberg) und § 217 StGB (Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung) verzweifelte Menschen in Deutschland dazu, trotz klaren Verstandes gegen ihren Willen weiter zu leben oder zu einer unzureichenden oder zu einer grauenvollen Suizidmethode (vor allem Erhängen, Sprung in die Tiefe oder vor einen Zug, Pistole) zu greifen. Davon sind jährlich tausende von Suizidwilligen sowie deren Angehörige, Freunde und weitere Menschen betroffen. Ich halte diese staatlichen oder vom Staat genehmigten Freiheitsberaubungen am Ende des Lebens daher für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Vermutlich weil ich bisher weder suizidal noch tödlich erkrankt bin, noch jemals Mitglied von Sterbehilfe Deutschland oder Dignitas war, hat das Bundesverfassungsgericht meine Beschwerde gegen den religiös motivierten, undemokratischen und inhumanen § 217 wegen angeblich mangelnder unmittelbarer und gegenwärtiger Beschwer nicht zugelassen. Damit hat es gegen eigene, vernünftigere  Rechtsprechung verstoßen. Beispiele: Kunden sind von einem Ladenschlussgesetz unmittelbar betroffen, weil die Regelung wie ein Gesetz auf sie einwirkt. Auch zukünftige Nachteile gelten als gegenwärtig, wenn abzusehen ist, wie die staatliche Regelung auf den Kläger wirkt. Es reicht, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Nachteil in Zukunft eintreten wird. Auch wenn das so unwahrscheinlich ist wie von Terroristen im Flugzeug entführt und dann (nach kurz geltendem Recht) abgeschossen zu werden.

Wie durch § 217 etliche Grundrechte eingeschränkt und die Europäische Menschenrechtskonvention mehrfach massiv verletzt wurden, und dass nicht nur der Bundestag, sondern auch das Bundesverfassungsgericht den Kirchen nahe steht, habe ich  in meiner gerade beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereichten Beschwerde beschrieben. Siehe www.reimbibel.de/217.htm .

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