Das Erzbistum Köln verschaukelt die Bevölkerung

Im Online-Teil der Rheinischen Post („Zeitung für Politik und christliche Kultur“) las ich heute ein Interview mit dem Generalvikar (toller Titel) der Erzbistums Köln, Herrn Dr. Stefan Heße. Darin sagt Heße:

“Wenn die Kirchensteuer fiele, könnten wir viele Aufgaben nicht mehr übernehmen. Das träfe nicht nur die Kirche, sondern vor allem den Staat, der sich dann selbst um Kindergärten, Schulen und viele Sozialeinrichtungen kümmern müsste.”

Herr Heße betreibt fromme Propaganda, die die Tatsachen verdreht. Ein Wegfall der Kirchensteuer träfe finanziell ausschließlich die (personalintensiven) Kirchen, der Staat könnte allein vom den steuerlichen Mehreinnahmen (weil dann nicht mehr so viel Kirchensteuer steuerlich abgesetzt würde) den fehlenden Kirchenanteil locker übernehmen. Da die Kirchen nur etwa 10% der Kirchensteuer für solche Zwecke ausgeben, die Kirchensteuer aber über die steuerliche Absetzbarkeit zu 30% subventioniert wird, könnte der Staat schon bei einem Rückgang der Kirchensteuer um nur ein Drittel den Kirchenanteil aus dem korrespondierenden Steuer-Mehraufkommen komplett finanzieren, selbst, wenn die Kirchen sich völlig aus den Kindergärten usw. zurückziehen würden. Bei Caritas und Diakonie tragen die Kirchen übrigens nur 2% der Kosten. Wer Gutes tun will, sollte aus seiner Kirche austreten und das Eingesparte direkt an wohltätige Organisationen spenden. Dort kommt dann zehnmal so viel an wie über die Kirchen.

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