Caritas, Diakonie, Etikettenschwindel

Der folgende Kommentar bezieht sich auf einen prokirchlichen Artikel in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Caritas und Diakonie erbringen unverzichtbare Leistungen im sozialen Bereich. Ein Zusammenbruch dieses Systems droht nicht, denn niemand hat vor, diese Einrichtungen abzuschaffen. Caritas und Diakonie würden auch dann nicht zusammenbrechen, wenn sich die Kirchen nicht mehr an deren Kosten beteiligen würden, denn das tun sie nur zu jeweils knapp zwei Prozent. (Der größte Teil der Einnahmen der Kirchen wird für deren seelsorgerisches Personal, Verwaltung und Missionierung verwendet.)

Diese zwei Prozent sind gut angelegt, denn sie dienen der kirchlichen Macht über etwa eine Million konfessionell gebundene Arbeitsplätze und dem Ansehen der Kirchen, von denen sogar die meisten Atheisten noch glauben, sie täten „viel Gutes“. Natürlich zahlen diese Angestellten aus ihren öffentlich finanzierten Gehältern Kirchensteuern, an denen sich wiederum der Staat durch Steuerverzicht mit etwa 30 Prozent beteiligt. Mit dem legendären barmherzigen Samariter hat dies nicht mehr viel zu tun und praktizierte Nächstenliebe findet man auch beim Roten Kreuz oder beim Personal der Arbeiterwohlfahrt.

Wolfgang Klosterhalfen: Reimbibel. Heitere Aufklärung über den christlichen Aberglauben

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