Eine kurze Kritik des Brand-Griese-Entwurfs

September 8, 2015

Eine kurze Kritik des Brand-Griese-Entwurfs

1. Der Brand-Griese-Entwurf spekuliert, dass Suizidhilfe ein „Dienstleistungsangebot der gesundheitlichen Versorgung“ werden könnte, durch das sich alte, kranke Menschen zu einem Suizid verleiten lassen: „Ohne die Verfügbarkeit solcher Angebote würden sie eine solche Entscheidung nicht erwägen, geschweige denn treffen“. Das ist angesichts häufiger Alterssuizide nicht haltbar. Außerdem geht es bei der ärztlichen Suizidhilfe nicht um Gesundheitsversorgung.

2. Der Brand-Griese-Entwurf unterstellt als Grundproblem, Ärzte könnten Patienten zum Suizid verführen (was längst strafbar ist, weshalb dazu kein neues Gesetz nötig ist).

3. Der Brand-Griese-Entwurf lässt offen, wie oft z.B. ein Onkologe „Suizidhilfe, die im Einzelfall in einer schwierigen Konfliktsituation gewährt wird“ leisten darf, bevor er eingesperrt und ihm die Approbation entzogen wird. Er verbietet „geschäftsmäßiges“, d.h. auf Wiederholung angelegtes Handeln. Suizidhilfe aus Mitleid ist aber prinzipiell auf Wiederholung angelegt.

4. Der Brand-Griese-Entwurf entmündigt suizidwillige Bürger, die bei vollem Verstand sind, indem er ihnen den Zugang zu geeigneten rezeptpflichtigen Medikamenten versperrt.

5. Der Brand-Griese-Entwurf ist undemokratisch. Etwa 80% der Deutschen sind gegen ein Verbot der ärztlichen Suizidhilfe. (Infratest/Dimap, 2014 und Politbarometer, 2014)

Hilfe oder Beihilfe zum Suizid?
http://www.reimbibel.de/27.htm

Eine Stellungnahme zum Brand-Griese-Entwurf in Versform:
http://www.reimbibel.de/217.htm

Interessante Artikel zur Suizidhilfe-Debatte:
http://www.reimbibel.de/217a.htm

Beihilfe zum Suizid?

Oktober 9, 2014

Bei der aktuellen Debatte um eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe in Deutschland wird immer wieder von einer – gesetzlich zu verbietenden oder zu erlaubenden – Beihilfe zum Suizid bzw. zur Selbsttötung oder zum Selbstmord gesprochen.
Dieser Sprachgebrauch ist irreführend, da er suggeriert, dass es sich bei dieser „letzten Hilfe“ um eine strafrechtlich relevante Tat handelt. Dies wäre aber nur dann der Fall, wenn hierzulande der Suizid bzw. Suizidversuch noch strafbar wäre.
Wer trotzdem unbedacht oder absichtlich von Beihilfe redet, trägt wegen der negativen Konnotation des Wortes (der Begriff wird oft in Zusammenhang mit Mord, Diebstahl und Betrug verwendet) zu einer Kriminalisierung von Handlungen bei, die ethisch nicht nur vertretbar, sondern zur Abkürzung menschlichen Leidens oft sogar geboten sein können.
Liberal eingestellte Menschen sollten entsprechende christliche Kampfbegriffe nicht übernehmen, sondern als sprachlich vergiftet und juristisch nicht haltbar zurückweisen.
Wolfgang Klosterhalfen, 9.10.2014

Fest an der Seite der Ausgebeuteten und der Essener National-Bank AG: Phaeton-Besitzer Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen

November 1, 2013

Am 30.11.2013 hielt der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck auf Einladung der Essener National-Bank AG in der Essener Philharmonie einen Vortrag mit der Ueberschrift:

Das Geld der Gesellschaft. Aktuelle Bewertungen aus sozialethischer Perspektive.

http://www.bistum-essen.de/fileadmin/bereiche/ruhrbischof/Finanzforum_der_National-Bank_AG_am_30._Oktober_2013_in_der_Philharmonie_in_Essen.pdf

In wohlgesetzten Worten referierte Overbeck darin Wohlbekanntes zur brenzligen wirtschaftlichen und sozialen Situation des Ruhrgebiets sowie der Krise der katholischen Kirche und des Bistums Essen. Tenor:  Die katholische Kirche wolle warnen, vor allem aber stimulieren. Eine Absprache der Kommunen sei notwendig, damit sie weniger in Konkurrenz gerieten und so besser ihre jeweils eigenen Staerken entwickeln koennten.

Kritik an der Bundesregierung oder der Landesregierung NRW oder originelle eigene Vorschlaege: Fehlanzeige.

Immerhin war es aber eine gelungene PR-Veranstaltung der National-Bank AG, ueber die es bei Wikipedia heisst:

“Wie viele andere Banken auch, investierte sie allerdings in verbriefte Kreditforderungen des US-Hypothekenmarkts. Diese Papiere galten nach dem Zusammenbruch der IKB als „toxisch“. Es erfolgte eine Restrukturierung und eine strategische Neuausrichtung zum sogenannten Wealth Management für vermögende Privatkunden.”

Wird der Herr im Darm zu Kot?

Juni 5, 2013

Wolfgang Klosterhalfen

Die Briefe des René an Max Hofer

 „Hochverehrter Oberhirte,

folgendes mich sehr verwirrte:

Vegetarier bin ich nun,

esse weder Rind noch Huhn.

Ist es dann noch für mich gut,

wenn ich esse Fleisch und Blut

unsres Herrn beim Abendmahl?

Gehe ich im Glauben fehl,

dass dies Stück aus Weizenmehl

durch den Priester fleischlich wird,

wenn sich nicht die Kirche irrt?

Außerdem wird Wein zu Blut,

was den Fall erschweren tut.

Rettet mich aus Seelenqual!

Wäre wirklich äußerst froh,

käme Antwort subito.

Fredi Kummer freundlich grüßt

seinen lieben Bischof Wüst.“

 Lange hat man nachgedacht,

was man mit Herrn Kummer macht.

Schrieb dem Kummer einen Brief,

weil der ja nach Hilfe rief:

 „Bischof Wüst hat mir gesagt,

dass von Skrupeln Sie geplagt.

Dessen Wort zur Fastenzeit

schick’ ich Ihnen zum Geleit.

Segen wünsch’ ich Ihnen sehr,

Hofer, Max, der Sekretär.“

 „Jetzt fühl’ ich mich fast noch dummer“,

schrieb darauf der Fredi Kummer.

„Sieben Seiten las ich zwar,

doch noch sehe ich nicht klar.“

 Hofer sprach darauf mit Hopp,

der in solchen Fragen topp.

Beide zu den Schluß gelangen:

„Können Kommunion empfangen.“

 Also isst er Fleisch und Blut,

doch weil sein Gehirn nicht ruht,

lässt er das dann wieder sein,

Kummer braucht jetzt reinen Wein:

„… bitte ich Sie, zu verkünden,

wie es aussieht mit den Gründen.“

 Das geht Hofer nun zu weit,

schließlich kostet so was Zeit:

„Brieflich kann ich das nicht sagen,

bitte Ihren Priester fragen.“

 Kummer ist ´ne harte Nuss,

will den Grund für den Beschluss.

Kummer schreibt zurück an Hofer:

„Jetzt wird es ja immer doofer.

Schreibe mir die Finger wund,

doch erfahre nicht den Grund.“

Gibt noch diesen Fingerzeig:

„Trete in Oblatenstreik.“

 Doch direkt nach diesem Letter

findet Kummer seinen Retter.

Weil er’s endlich wissen muss,

fragt er einen Chemikus.

Dieser sagt ihm klipp und klar:

„Abendmahl ist durchführbar.

Brot bleibt Brot und Wein bleibt Wein,

soll ja nur symbolisch sein.

Vegetarisch wirst Du bleiben

beim Oblateneinverleiben.“

 Also wurde Kummer fündig,

weiß den Grund jetzt kurz und bündig.

Fredi Kummer ist begeistert,

wie der Chemikus das meistert.

„War für’n Chemiker ein Klacks“,

schreibt er an den Huber Max.

 Huber zeigt sich hocherfreut,

was er dann jedoch bereut.

Fredi Kummer schreibt ihm nämlich:

„Nur Erlaubnis – das ist dämlich.

Hörte ich doch nicht den Grund

von Hochwürden bis zur Stund’.“

 Spät erst wurde Huber klar,

wer der Briefe Schreiber war.

René Schweizer heißt der Mann,

der den Schabernack getan.

 Fredis Fragen bleiben offen:

Kann ein Christ getrost drauf hoffen,

dass in Gottes Kathedralen

er nicht wird zum Kannibalen?

Auch möcht‘  man zu fragen wagen,

wie geht’s Jesus denn im Magen?

Ferner diese Glaubensnot:

wird der Herr im Darm zu Kot?

 

Dieses Gedicht basiert auf einer wahren Begebenheit, über die Karlheinz Deschner in seinem lesenswerten Buch „Der gefälschte Glaube“ berichtet hat.

Mehr Gedichte von Wolfgang Klosterhalfen gibt es hier.

Prof. Pfeiffer und die katholischen Bischöfe

Januar 15, 2013

Zur Kündigung des Vertrags zur Erforschung des sexuellen Missbrauchs durch Mitarbeiter der katholischen Kirche zwischen dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) und dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD)

Wolfgang Klosterhalfen, Düsseldorf, 15.1.2013

Kurzlink: http://wp.me/pt7U1-3n

 

1. AKTENVERNICHTUNG

 Behauptungen von Prof. Pfeiffer

„Unabhängig voneinander haben zwei renommierte Persönlichkeiten der Katholischen Kirche mich in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass ihnen verlässliche Informationen vorliegen, wonach man in verschiedenen Diözesen die vergangenen zwölf Monate dazu genutzt hat, aus den Geheimarchiven Täterakten zu entfernen. Zum Teil sei dies unter Anwendung der kirchenrechtlichen Vorschrift geschehen…Daneben gäbe es aber auch die Praxis, Akten schlicht dem Zugriff der Personen zu entziehen, die später dafür verantwortlich wären, sie an die für die Aktenanalyse zuständigen Juristen zu übergeben.“ (Brief an alle katholischen Bischöfe in Deutschland, 22.10.2012)

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/missbrauch-in-katholischer-kirche-im-geheimen-12023052.html

Weitere Behauptungen von Prof. Pfeiffer (Interview im Deutschlandfunk):

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=apCdsB4qxXY

Dementis

„(Es gebe) keinerlei Anhaltspunkte über Aktenvernichtungen im kirchlichen Bereich.“

Hans Langendörfer (Sekretär der Bischofskonferenz)

http://www.heute.de/Ministerin-geht-auf-Distanz-zur-katholischen-Kirche-26088022.html  10.1.2013

 „Es ist also falsch, den Eindruck zu erwecken, es gebe eine vom kirchlichen Recht her geforderte Aktenvernichtung.“

Bischof Stephan Ackermann, „Missbrauchsbeauftragter“ der DBK,

Neue Rheinische Zeitung, 12.1.2013

http://www.derwesten.de/nrz/politik/bischof-beteuert-die-kirche-wolle-weiter-aufklaeren-id7471972.html

 Mein Kommentar zur Frage der Aktenvernichtung:

Es ist irreführend, den Eindruck zu erwecken, das Forschungsprojekt sei nicht durch die Vernichtung von Akten behindert worden. Es reicht schon, wenn Teile von Akten nicht mehr auffindbar sind.  Im Zusammenhang mit Strafsachen im sexuellen Bereich müssen Akten der katholischen Kirche bis auf einen „kurzen Tatbestandsbericht mit dem Wortlaut des Endurteils“ zehn Jahre nach der Urteilsverkündung oder unmittelbar nach dem Tod des Täters vernichtet werden:

Vorschriften (Hervorhebungen nicht im Original)
Codex Iuris Canonici (CIC)
Can. 489

§ 1. In der Diözesankurie muß es außerdem ein Geheimarchiv geben, wenigstens aber einen eigenen Schrank oder ein eigenes Fach im allgemeinen Archiv, das fest verschlossen und so gesichert ist, daß man es nicht vom Ort entfernen kann; in ihm müssen die geheimzuhaltenden Dokumente mit größter Sorgfalt aufbewahrt werden.

§ 2. Jährlich sind die Akten der Strafsachen in Sittlichkeitsverfahren, deren Angeklagte verstorben sind oder die seit einem Jahrzehnt durch Verurteilung abgeschlossen sind, zu vernichten; ein kurzer Tatbestandsbericht mit dem Wortlaut des Endurteils ist aufzubewahren.

Can. 490

§ 1. Nur der Bischof darf den Schlüssel zum Geheimarchiv haben.

§ 2. Während der Sedisvakanz darf das Geheimarchiv bzw. der Geheimschrank nur im Falle wirklicher Notwendigkeit vom Diözesanadministrator selbst geöffnet werden.

§ 3. Aus dem Geheimarchiv bzw. Geheimschrank dürfen keine Dokumente herausgegeben werden.

Normae de gravioribus delictis

Art. 6

§ 1. Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen schwerwiegenderen Vergehen gegen die Sitten sind:

Die von einem Kleriker begangene Straftat gegen das sechste Gebot mit einem Minderjährigen unter achtzehn Jahren; bezüglich dieser Straftat wird dem Minderjährigen eine Person gleichgestellt, deren Vernunftgebrauch habituell eingeschränkt ist.

2° Der Erwerb, die Aufbewahrung und die Verbreitung pornographischer Bilder von Minderjährigen unter vierzehn Jahren in jedweder Form und mit jedwedem Mittel durch einen Kleriker in übler Absicht.

Art. 26

§ 1. Unbeschadet des Rechts, an das Oberste Gericht zu appellieren, müssen die gesamten Akten des Verfahrens, wenn die Sache bei einem anderen Gericht wie auch immer entschieden worden ist, von Amts wegen umgehend an die Kongregation für die Glaubenslehre übersandt werden.

Art. 30

§ 1. Die genannten Verfahren unterliegen dem päpstlichen Amtsgeheimnis.

Zur Aufbewahrung bzw. Vernichtung von Akten der RKK im Zusammenhang mit Sittlichkeitsdelikten,  s. auch:

http://hpd.de/node/14802

Bei diesen kirchenrechtlich vorgeschriebenen Vernichtungsaktionen gehen regelmäßig Protokolle, Vernehmungen, Zeugenaussagen, Reaktionen der kirchlichen Vorgesetzten und Notizen verloren. Die Vorgänge können dann psychologisch kaum noch beurteilt werden. Letzteres wäre aber für Präventionsmaßnahmen wichtig und war daher ein Kernanliegen der geplanten Untersuchungen. Der VDD scheint Herrn Prof. Pfeiffer nicht vor Vertragsabschluss auf Canon 489 aufmerksam gemacht zu haben. Das ist skandalös.

Dass mit dem Vernichten oder Verstecken ganzer Personalakten zu rechnen ist, zeigt eine vor kurzem im Bistum München und Freising durchgeführte Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei: Demnach haben „Aktenvernichtungen in erheblichem Umfang stattgefunden“ und es wurden „weitreichende Aktenbestände außerhalb des Ordinariats in Privatwohnungen eingelagert“. Letztere Akten wiesen „teilweise offenkundige Lücken“ auf. Wegen eines euphemistischen und verharmlosenden Sprachgebrauchs könne aus Sicht der Gutachter das Tatgeschehen und die Auswirkungen für die Opfer oftmals nur erahnt werden. http://www.erzbistum-muenchen.de/media/media14418720.PDF Herr Dr. David Berger (Buch: Der heilige Schein) erklärte im SWR-Nachtcafé am 16.9.2011: „Aus der Zeit Ratzingers als Erzbischof existiert nur eine einzige Akte, alle anderen scheinen verschwunden zu sein.“


2. BEHINDERUNG DER FORSCHUNG

 Vertrag zwischen VDD und KFN, Juli 2011

http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/a1vertrag.pdf

Vom VDD gewünschte Vertragsänderungen, Mai 2012 (Beispiele)

http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/anlage2vertragsgeschichte.pdf

§ 1 (3) … Sollten andere Personen – auch nur vorübergehend – eingesetzt werden, ist dies dem VDD anzuzeigen. Der VDD kann nur aus wichtigem Grund in der Person des Drit-ten dessen Teilnahme an der Untersuchung auf Seiten des KFN unverzüglich widersprechen. Die Einsetzung des Dritten hat in diesem Fall zu unterbleiben.§ 4(3) Die Untersuchungsergebnisse des KFN müssen dem Projektbeirat vor einer etwaigen Veröffentlichung vollständig vorgelegt werden, um dem Projektbeirat dadurch die Möglich-keit zur Stellungnahme zu geben. …

§ 5(1) Sämtliche Verwertungs- und Nutzungsrechte betreffend die Untersuchungsergebnisse und alle auf deren Grundlage gefertigten Berichte liegen ausschließlich beim VDD.

Über die Veröffentlichung der im Rahmen der Untersu-chung erstellten (Zwischen- und Abschluss-) Berichte, insbesondere Art und Umfang der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse gegenüber der Öffentlichkeit, entscheiden VDD und KFN gemeinsam. Ist eine Einigung nicht möglich, unterbleibt die Veröffentlichung.

§ 5(2) Insbesondere die Nutzung der Untersuchungsergebnisse und des zugrunde liegenden Datenbestandes zu wissenschaftlichen Zwecken, namentlich durch das KFN selbst im Rahmen vergleichender Forschung sowie durch Publikationen in (Fach-)Zeitschriften, oder durch ein-zelne an der Untersuchung beteiligte Personen zur Erlangung akademischer Grade bedarf der ausdrücklichen vorherigen schriftlichen Zustimmung durch den VDD. …

§ 5(4) Das KFN ist verpflichtet, nach Abschluss der Untersuchung alle Datenbestände, die im Zuge der Untersuchung angefallen sind, auch soweit sie in elektronischer Form vorliegen, insbesondere auch die von den Mitgliedern der Arbeitsgruppen erstellten Analysebögen an den VDD herauszugeben. Das KFN ist nicht berechtigt, Kopien dieser Datenbestände aufzubewahren.

§ 9 Das KFN verpflichtet sich, unter Ausschluss eines Fortsetzungszusammenhangs für jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen eine eigene, sich aus diesem Vertrag ergebende oder von ihm in diesem Vertrag für einen Dritten übernommene Verpflichtung eine Vertragsstrafe in Höhe von 20.000,00 EUR zu bezahlen. …

Stellungnahme von Prof. Pfeiffer zu den gewünschten Änderungen: Siehe obiger Link.

Interview mit Prof. Pfeiffer, ca. 10.1.2013 (8:32)

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=apCdsB4qxXY

Mein Kommentar zur Frage der Forschungsbehinderung:

Es handelt sich bei den obigen Beispielen um den Versuch einer massiven und inakzeptablen Einschränkung der Forschungsfreiheit.

Mein allgemeiner Kommentar zum Missbrauch durch katholische Priester:

Die unsittlichen Übergriffe durch Mitarbeiter der römisch-katholischen Kirche haben zum Teil epidemische Ausmaße angenommen: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche

Während in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika noch eher wenig Aufklärungsarbeit geleistet wurde, waren in den USA, in Irland und in den Niederlanden staatliche Kommissionen tätig. Die Vertuschung dieser Verbrechen wurde und wird von Herrn Dr. Joseph Ratzinger begünstigt: www.reimbibel.de/B16.htm

 In den USA wurden für die Jahre 1950 bis 2002 insgesamt 4.392 Fälle von tatverdächtigen Priester ermittelt, dass sind etwa 4% der katholischen Priester.

Im vergleichsweise kleinen Irland (4.3 Millionen Einwohner, 87% Katholiken) hat eine Regierungskommission 2500 Kinder angehört, die in Heimen und Gemeinden sexuell misshandelt und/oder geschlagen worden sind: „Sexual abuse was endemic in boys’ institutions.“ Im Jahr 2003 haben 12.000 Opfer jeweils 65.000 Euro Schadensersatz erhalten. www.childabusecommission.com/rpt/

http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/missbraucht-im-namen-des-herrn/

In den Niederlanden schätzte eine Kommission unter Leitung des ehemaligen Bildungsministers Wim Detmann, dass von 1945 bis 1985 zwischen 10.000 und 20.000 Minderjährige Opfer sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der römisch-katholischen Kirche wurden.

In Deutschland ist mit Tausenden von Missbrauchsopfern allein in Einrichtungen der katholischen Kirche zu rechnen. Hinzu kommen hunderttausende von Kindern und Jugendlichen, die in Heimen der evangelischen und der katholischen Kirche ausgebeutet und misshandelt wurden. Dass die meisten dieser Fälle nie aufgeklärt wurden und nur ein kleiner Teil der Betroffenen – in bescheidenem Umfang – „entschädigt“ wurde, ist und bleibt eine Schande für Deutschland. Es ist höchste Zeit, dass der Staat eine Untersuchungskommission einsetzt und die Aufklärung dieser Schandtaten nicht weiter überwiegend den Organisationen der Täter überlässt.

Nachtrag: Matthias Krause argumentiert zurecht, die Studie sei von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen:

http://skydaddy.wordpress.com/2013/01/11/missbrauchsstudie-mangender-aufklarungswillen-nicht-der-knackpunkt/

 

Vorhautabschneidung: denn sie wissen nicht, was sie tolerieren

Juli 19, 2012

Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov sind 42% der Deutschen gegen ein Verbot des rituellen Abschneidens der (hochsensiblen und funktionell wichtigen) Vorhaut von Jungen:

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/parteien-wollen-beschneidungen-zulassen-1.2914988

http://www.rp-online.de/trackback/ping/2914988

Bei diesem brutalen Brauch aus der Bronzezeit ist es üblich, weder lokal noch sonstwie zu narkotisieren. Knaben muslimischer Eltern sollen zeigen, wie tapfer sie sind, Säuglinge jüdischer Eltern empfinden angeblich kaum Schmerz. Ich bin mir sicher, dass die Zustimmungsrate zu dieser barbarischen Prozedur in Deutschland wesentlich niedriger wäre, wenn dieses Lehrvideo, das eine Beschneidung eines festgeschnallten Säuglings zeigt, allgemein bekannt wäre: http://video.google.com/videoplay?docid=8212662920114237112

Mädchen haben erstmal Glück. Da sie religiös als minderwertig gelten, werden sie nicht durch eine Beschneidung in einen angeblichen Bund mit einem angeblichen Gott (s. 1. Buch Mose, Kap. 17) aufgenommen. Allerdings ist es im Islam üblich, Mädchen genital so zu verstümmeln, dass sie sexuell weniger oder gar nicht mehr erregbar sind:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien

http://www.reimbibel.de/Beschneidung.htm

http://www.laizistische-sozis.eu/inhalte-menu/dokumentation/97-schluss-beschneidung

 

Das Erzbistum Köln verschaukelt die Bevölkerung

Juni 19, 2012

Im Online-Teil der Rheinischen Post („Zeitung für Politik und christliche Kultur“) las ich heute ein Interview mit dem Generalvikar (toller Titel) der Erzbistums Köln, Herrn Dr. Stefan Heße. Darin sagt Heße:

“Wenn die Kirchensteuer fiele, könnten wir viele Aufgaben nicht mehr übernehmen. Das träfe nicht nur die Kirche, sondern vor allem den Staat, der sich dann selbst um Kindergärten, Schulen und viele Sozialeinrichtungen kümmern müsste.”

Herr Heße betreibt fromme Propaganda, die die Tatsachen verdreht. Ein Wegfall der Kirchensteuer träfe finanziell ausschließlich die (personalintensiven) Kirchen, der Staat könnte allein vom den steuerlichen Mehreinnahmen (weil dann nicht mehr so viel Kirchensteuer steuerlich abgesetzt würde) den fehlenden Kirchenanteil locker übernehmen. Da die Kirchen nur etwa 10% der Kirchensteuer für solche Zwecke ausgeben, die Kirchensteuer aber über die steuerliche Absetzbarkeit zu 30% subventioniert wird, könnte der Staat schon bei einem Rückgang der Kirchensteuer um nur ein Drittel den Kirchenanteil aus dem korrespondierenden Steuer-Mehraufkommen komplett finanzieren, selbst, wenn die Kirchen sich völlig aus den Kindergärten usw. zurückziehen würden. Bei Caritas und Diakonie tragen die Kirchen übrigens nur 2% der Kosten. Wer Gutes tun will, sollte aus seiner Kirche austreten und das Eingesparte direkt an wohltätige Organisationen spenden. Dort kommt dann zehnmal so viel an wie über die Kirchen.

Der Vatikan vertuschte 30 Jahre lang den Fall Marcial Maciel Degollado

März 25, 2012

Den folgenden Artikel über Johannes Paul II. und Marcial Maciel Degollado habe ich schon im März 2012 gepostet. Wesentlich mehr Fakten und Quellenangaben finden Sie hier (Stand April 2014):

www.reimbibel.de/Johannes-Paul-Marcial-Maciel-Degollado.htm

Die systematische Vertuschung sexuellen Missbrauchs ist bei der römisch-katholischen Kirche nicht zuletzt eine Folge der Überzeugung, es gäbe außerhalb dieser Kirche kein Heil. Wer dies glaubt und über Missbrauchsfälle öffentlich spricht, schädigt das Ansehen der Kirche, provoziert Kirchenaustritte und nimmt in Kauf, dass viele Menschen „dem ewigen Feuer“ verfallen.

Herr Dr. Ratzinger war von 1981 bis 2005 der Leiter der Kongregation für den Glauben, zu deren Aufgaben die Behandlung von Missbrauchsfällen gehörte. Schon 1976 zeigte Bischof John R. McGann über seinen Nuntius in Washington D.C. dem Vatikan 20 Fälle an, bei denen Pater Marcial Maciel Degollado sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde. 1989 wandte er sich direkt an Papst Johannes Paul II..  Im Jahr 2002 erklärte Kardinal Ratzinger einem Reporter von ABC, er sei über den Fall Maciel „not so informed“. Ratzinger war wegen dessen Frage nach dem Fall Maciel verärgert und schlug dem Reporter leicht auf die Hand. Papst Johannes Paul II. wurde mehrfach von Maciel auf Südamerikareisen begleitet. Ende 2004 empfing der Papst Maciel im Vatikan und übertrug ihm in einer Zeremonie die Leitung des Notre Dame Centre in Jerusalem. 2006 trat Maciel aus Altersgründen von der Leitung des von ihm begründeten Ordens zurück. Erst in diesem Jahr, (d.h. 30 Jahre nach der Anzeige von Bischof McGann!) forderte der Heilige Stuhl Maciel auf, „ein zurückgezogenes Leben des Gebets und der Buße zu führen unter Verzicht auf jeglichen öffentlichen pastoralen Dienst“. Maciel stand nie wegen seiner Sexualverbrechen vor einem weltlichen Gericht. Am 1. Mai 2010 veröffentlichte der Vatikan eine Erklärung des Papstes an die Legionäre Christi. Darin heißt es u.a.: „Das extrem schwerwiegende und objektiv unmoralische Verhalten von P. Maciel, das durch unumstößliche Beweise bestätigt worden ist,  besteht bisweilen in wirklichen Straftaten und offenbart ein skrupelloses Leben ohne echten religiösen Sinn.“

Weitere Informationen zur Behandlung bzw. Nichtbehandlung des Falles Marcial Maciel Degollado durch Papst Johannes Paul II. und Kardinal bzw. Papst Ratzinger:

www.reimbibel.de/Johannes-Paul-Marcial-Maciel-Degollado.htm

www.reimbibel.de/ratz.htm

 

 

Kritik von Heinz-Werner Kubitza am Youcat

November 15, 2011

Im März 2011 erschien bei Pattloch der „Youcat“, der in Form von Fragen und Antworten die Lehre der römisch-katholischen Kirche (RKK) für Jugendliche darstellt. Während der Katechismus der RKK in sage und schreibe 2865 Paragraphen den Gläubigen genau vorschreibt, was diese zu glauben und zu tun haben, beschränkt sich der locker und kuschelig daherkommende „Youcat“ auf 527 Punkte. Die ersten 165 davon, die „Grundlagen“ des Glaubens betreffen, hat der gelernte Theologe und Autor von „Der Jesuswahn“ Heinz-Werner Kubitza aus rational-wissenschaftlicher Perspektive kommentiert. Kubitza zeigt, wie unvernünftig nicht nur die Anworten, sondern wie problematisch oft auch schon die Fragen des „Youcat“ sind. Dies möchte ich anhand der ersten fünf Youcat-Fragen und kurzen Ausschnitten aus „Verführte Jugend“ veranschaulichen (die Anmerkungen Kubitzas zu den einzelnen Fragen sind ausführlicher).

1. Wozu sind wir auf der Erde? „Der Youcat stellt gleich als Erstes die Frage nach dem Sinn des Lebens. Und die Vertreter einer Ideologie, in diesem Fall einer religiösen Ideologie, können meist nicht anders, als für alle Menschen den gleichen Sinn vorzuschreiben. Wie in den Staaten des alten, real existierenden Sozialismus alle dazu verurteilt waren, diesen Sozialismus aufzubauen und ihm zu dienen, sollen in einer religiösen Ideologie wie dem Katholizismus alle Menschen Gott erkennen und ihn lieben. Da stellt sich sogleich die Frage: Was ist mit Menschen, die dem nicht folgen wollen? Die für ihr Leben andere Pfade und andere Ziele sehen als die ausgetretenen katholischen Pfade?“

2. Warum schuf uns Gott? „Schuf er uns denn? Nach dem Stand der gegenwärtigen wissenschaftlichen Forschung hat sich die menschliche Spezies – und mit ihr alle Lebewesen – in einem über Milliarden von Jahren hinziehenden Evolutionsprozess herausgebildet und ist keineswegs durch den Schöpfungsakt eines Gottes entstanden.“

3. Warum suchen wir nach Gott? „Die Kirchen tun auch heute immer noch so, als sei die Suche nach Gott irgendwie dem Menschen eingepflanzt, als gehöre sie zur menschlichen Natur. Natürlich wollen Menschen Erkenntnisse zu den grundlegenden Fragen des Menschseins erlangen (Wo komme ich her?, Wo gehe ich hin?, Wie soll ich handeln?), aber dies ist nicht zwangsläufig mit der Gottesfrage verbunden. Und überhaupt: Welcher der zehntausend Götter dieser Welt sollte denn da Antworten geben können? … Welcher Religion man angehört, ergibt sich in erster Linie daraus, wo man geboren ist. Dies ist keine Frage von Wahrheit, sondern von Sozialisation. … In Europa leben Millionen ohne den Glauben, und nur die Kirchen sind der Meinung, dass ihnen dadurch etwas fehlen würde.“

4. Können wir die Existenz Gottes mit unserer Vernunft erkennen? „ … Die Frage der Erkennbarkeit Gottes durch die Vernunft ist eigentlich keine theologische, sondern eine philosophische Frage. … Die Gottesbeweise, mit denen die katholische Kirche auch heute noch gerne hausieren geht, sind spätestens seit Immanuel Kant keine akzeptierte Währung mehr. Eine im Mittelalter kastrierte Philosophie hat ihre Sprache wiedergefunden und kommt heute ohne einen Gottesbegriff aus, ja ein solcher gilt heutzutage geradezu als unvernünftig.“

5. Warum leugnen Menschen Gott, wenn sie ihn doch mit ihrer Vernunft erkennen können? „Diese Frage ist ein Scheinproblem, denn die Prämisse stimmt nicht: Gott ist eben nicht mit der Vernunft erkennbar (siehe Frage 4), auch wenn Paulus dies zehnmal geschrieben hätte. Viel eher sind heute viele Menschen durch ihre Vernunft davon überzeugt, dass der Aufbau der Welt einen Gott eher unwahrscheinlich erscheinen lässt.“

So geht es Punkt für Punkt weiter und Kubitza hätte sicherlich ohne große Mühe auch bei den Fragen 166 bis 527 deutlich machen können, dass es sich beim christlichen bzw. katholischen Glauben um menschliche Phantasien handelt, die einer kritischen Überprüfung ebenso wenig standhalten wie sonstige Göttersagen.

Wozu der „Youcat“ überhaupt nicht verführt, ist das eigene kritische Denken. Die allwissende und allein seligmachende katholische Kirche ist ja im Besitz der Wahrheit, und die jugendlichen „Schäfchen“ müssen sich diese nur noch eintrichtern lassen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Kritik an der RKK findet nicht statt. Im Grunde werden die „Schäfchen“ von ihren „Hirten“ nicht als vernunftbegabte Wesen ernst genommen, sondern alle über einen Kamm geschoren. Eine merkwürdige Auffassung von „Menschenwürde“.

Ich kann Jugendlichen und auch Erwachsenen, Gläubigen und Ungläubigen, nur empfehlen, sich Kubitzas gut lesbare, fundierte und zudem recht preiswerte Kritik des „Youcat“ und damit des christlichen Glaubens (unter besonderer Berücksichtigung der katholischen Lehre) zu Gemüte zu führen. Besonders reizvoll ist es, „Youcat“ und „Verführte Jugend“ parallel zu lesen. In Kombination könnten beide Schriften auch gut von Religions- und Ethiklehrer/inne/n eingesetzt werden, die informieren und zum Nachdenken anregen, aber nicht „auf Teufel komm raus“ missionieren möchten. Wie auch zum „Jesuswahn“ hat der Autor zu seiner „Youcat“-Kritik eine umfangreiche Internetseite mit Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Leseproben und demnächst auch Kritiken angelegt.

PS: Angesichts der bedrohlichen Lage der Menschheit dürfte es klar sein, dass in die Fähigkeiten junger Menschen investiert werden muss, Probleme intelligent anzugehen und dabei zwischen tröstlichen Illusionen und Fakten zu unterscheiden. Eine religiöse Sozialisation kann das nicht leisten, sondern verführt die Jugend zu unkritisch-autoritärem Denken und zur Flucht in Phantasiewelten. Es würde mich daher sehr freuen, wenn es wenigstens diese zweite kirchenkritische Schrift von Kubitza in die großen Medien schaffen würde. Aber die werden – ebenso wie die Politik – ja immer noch von den Kirchen dominiert.

Kurzlink zu dieser Rezension: http://wp.me/pt7U1-2J

Angeklagt: der Papst (Geoffrey Robertson)

November 8, 2011

Robertson ist ein international angesehener Anwalt für Menschenrechte. Seine „Papst-Anklage“ ist ein gut lesbares, optisch ansprechendes Bändchen, dass zwar gelegentlich (mir) etwas zu redundant geschrieben ist, andererseits aber immer wieder in interessante Details geht, die man in den Medien äußerst selten oder gar nicht findet. Es wird deutlich, wie weit verbreitet Missbrauch und Missbrauchsvertuschung stattfanden und darauf hingewiesen, dass in etlichen südlichen Ländern die Aufarbeitung noch kaum begonnen hat. Besonders interessant war für mich die Darstellung des kanonischen (kirchlichen) Rechts, der angemaßten und von den meisten Staaten servil akzeptierten Staatlichkeit des vatikanischen Pseudostaats, des Lateranvertrags (Mussolini) und der Beziehung des Heiligen Stuhls (wenn Jesus das wüsste) zu den Vereinten Nationen. Wie solide Robertson argumentiert, zeigt auch der Anhang mit vielen näheren Erläuterungen in Form von Fußnoten sowie Literaturangaben und Links. Erschütternd ist die gerichtliche Befragung von Bischof Curry, der mitschuldig daran war, dass ein Priester neunmal versetzt wurde und sich immer wieder an Kindern vergreifen konnte. Das Schicksal der betroffenen Kinder, deren Namen er nicht mal eruiert hat, scheint diesem Diener des Herrn völlig gleichgültig gewesen zu sein. 

Bedauerlicher-, aber nicht verwunderlicherweise ist Robertsons fundierte Analyse in Deutschland nicht bei einem großen Verlag, sondern ausgerechnet beim Gabriele-Verlag erschienen, der zu der Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“ gehört, dessen Prophetin Gabriele heißt. Das hat Robertson, der keinen Hinweis darauf liefert, dass er dieser Gruppe nahesteht, nicht verdient. Während jemand, der nachweislich seit 1981 die strafrechtliche Verfolgung von Sexualstraftätern systematisch behindert hat – auch im 2010 erschienenen aktualisierten Rundschreiben „De delictis graviboribus“ steht, dass die Behandlung von Missbrauchsfällen dem päpstlichen Geheimnis unterliege (s. Anhang im Buch) –  in Deutschland nicht verhaftet wird, sondern vor dem Bundestag reden darf, muss sich ein aufrechter und kompetenter Mann wie Robertson mit einer Verlagsnische begnügen. Auch dies ist ein Riesenskandal und ein Armutszeugnis für Deutschland.

Siehe auch meine Übersicht zur Missbrauchsvertuschung durch Kardinal/Papst Ratzinger.

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